WARUM KEIN FLEISCH? | 3 GRÜNDE

ritaschweigli, warum kein fleisch

Normalerweise schreibe ich ja nur Rezepte, aber das möchte ich ändern. Angefangen mit einer der häufigsten Fragen die ich zu hören bekomme “Warum kein Fleisch?”.

Ok, vielleicht nicht genau so – aber ihr versteht schon was ich meine. Warum kein Fleisch mehr bei mir auf den Tisch kommt erkläre ich euch einfach in drei kurzen Etappen. Es könnten vielleicht auch paar überzeugende Gründe für euch dabei sein.

 

GESCHMACK

Es hat sich über längere Zeit eingeschlichen. Langsam aber sicher hat mir Fleisch nicht mehr geschmeckt. Angefangen hat es eigentlich damit das ich rohes Fleisch nicht mehr sehen und vor allem riechen konnte. Ich habe immer, wenn meine Schwiegermutter zu Besuch war oder zu anderen besonderen Anlässen ein ganzes Huhn zubereitet. Die Begeisterung war immer groß. Nur ich war immer weniger angetan. Ich fand die Zubereitung nur noch grausig. Es war halt doch ein ganzes totes Tier.

So hat es sich ergeben, dass wir Zuhause einfach gar kein Fleisch mehr gebraten und dann natürlich automatisch viel weniger gegessen haben. Mein Freund war Himmel sei Dank, auch kein großer Fleischtiger. Wollten wir etwas fleischiges haben wir auswärts gegessen. Wie zum Beispiel eine meiner Leibspeisen: Hühnerschnitzel mit Pommes. Mein Gott wie habe ich das geliebt. Als Wienerin gehört das quasi zu den Grundnahrungsmitteln. Auch Cheeseburger und ähnliches von Fast Food Ketten stand immer wieder auf meinem Speiseplan.

Nach und nach habe ich mir aber gemerkt, dass selbst diese Speisen mir nicht mehr so gut schmecken. Vor allem, wenn man in Knorpel reinbeißt ist das ein ziemlicher Abturner – sind wir uns ehrlich. Und so habe ich im Mai 2018 beschlossen ganz darauf zu verzichten.

 

GESUNDHEIT

Ich glaube viele sind sich gar nicht bewusst wie ungesund Fleisch eigentlich ist. Ich hatte ehrlich gesagt auch keine Ahnung. Obwohl ich mich schon lange mit dem Thema Ernährung befasse, war ich absolut davon überzeugt das Fleisch “e gut” ist. Natürlich war mir auch immer bewusst, dass das Nutzvieh oftmals unter grausamen Umständen gehalten und geschlachtet wird. Was aber immer ein bisschen in den Hintergrund gerückt wird, dass Antibiotika und gentechnisch veränderte Wachstumshormone mit im Spiel sind. Diese Tiere werden meist auf engstem Raum zusammengepfercht und schütten massenweise Angsthormone aus & bekommen zusätzlich gentechnisch verändertes Futter.

Zitat: “Ausserdem ist bekannt, dass ein hoher Verzehr tierischer Proteine nicht nur das Krebsrisiko erhöht, sondern auch das Risiko, eine Fettleber zu entwickeln. Eine Fettleber aber gilt inzwischen als Mitursache eines Diabetes, von den chronischen Leberbeschwerden, die sie auslösen kann, ganz zu schweigen. Tauscht man die tägliche Fleischportion gegen pflanzliche Proteinquellen aus, bildet sich die Fettleber wieder zurück.”

Nachdem ich mir das alles also bewusstgemacht habe, habe ich für mich hab ich festgestellt – Fleisch bringt’s NICHT. Sehr gut wird das auch in folgenden zwei Filmen thematisiert: Cowspiracy & What the health? – Kann ich euch wärmstens empfehlen falls ihr noch mehr wissen wollt.

 

UMWELT

Ich recycle schon länger, versuche Wasser zu sparen und vor allem achte ich darauf meinen Plastikkonsum einzuschränken. Das tun viele und denken es hilft. Tut es auch, bitte weiter so! Aber was viele nicht wissen – Wir schaden Mutter Natur vor allem mit dem Konsum von tierischen Produkten. Besonders Fleisch und Milchprodukte benötigen extrem viel Wasser bei der Produktion. Aber nicht nur das – auch Platz wird für die Masse an Tieren benötigt. Also wird einfach der Regenwald abgeholzt um den hohen Fleischkonsum den wir Menschen haben zu decken.

Der Standard schreibt: “Die Herstellung eines Hamburgers ist alles andere als ressourcenschonend: Für eine Portion dieses Inbegriffs US-amerikanischer Esskultur braucht es 25 Kilogramm Tierfutter, 25 Quadratmeter Land und etwa 220 Liter Wasser.”

Wenn ich also was ändern will muss ich was tun. Ich ernähre mich zwar nicht vegan und mein Freund schon gar nicht, aber ich kaufe kein Fleisch, Fisch, Milchprodukte (einzige Ausnahme: Parmesan von Zeit zu Zeit) oder Eier. Nur, wenn ich auswärts unterwegs bin esse ich vegetarisch oder selten auch pescetarisch. Für mich ist das einer der leichtesten und besten Wege die Umwelt zu schonen.

Hier noch eine selbsterklärende und interessante Grafik zu “Warum kein Fleisch?”.

Bandbreite der Klimabelastung durch Nahrungsmittel – Urheber/in: Bartz/Stockmar (Lizenz-Infos). Creative Commons License. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.
*Urheber/in: Bartz/Stockmar (Lizenz-Infos). Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

 

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass das meine Hauptgründe sind warum kein Fleisch auf den Tisch kommt. Hinzu kommt natürlich auch die Grausamkeit den Tieren gegenüber. Schon eher nicht so geil, wenn man mal sieht wie es den armen Wesen so geht.

Nichtsdestotrotz möchte ich auch darauf hinweisen, dass ich niemanden belehren möchte. Es muss jeder für sich selbst entscheiden. Die meisten meiner Freunde sind Fleischesser ebenso wie mein Freund. Ich bin da eher gechillt, wichtig ist mir nur – macht euch Gedanken darüber! Solltet ihr jetzt auf den Geschmack gekommen sein, habe ich hier übrigens schon eine passende Einkaufsliste für euch.

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